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René Cajet:

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Kleidung im Mittelalter

Inhalt

Einführung

Zu Beginn des Mittelalters unterschied sich die Kleidung der wohlhabenden gegenüber der einfachen Bevölkerung fast nur in den verwendeten Materialien und den Verzierungen. Später konnte man anhand der Kleidung genau erkennen, wer zu welchem Stand gehörte. Dies konnte man anhand der Färbung, der verwendeten Stoffe und des Schnittes.

Aufgrund der Kosten oder aus rechtlichen Gründen konnte nicht jeder alles tragen. So war z.B. Baumwolle für große Teile des Mittelalters für einfache Leute unerschwinglich. Die am weitesten verbreiteten Stoffe waren Wolle, Hanf und Leinen. Seide, Brokat oder Baumwolle waren teure Importstoffe. Samt wurde wahrscheinlich seit dem 14 Jahrhundert hergestellt. Zusätzlich zu den Stoffen wurde noch Leder für Kleidungsstücke verwendet.

Im Gegensatz zu der Vorstellung vom dunklen Mittelalter muss man sich die Stoffe recht Farbenfroh vorstellen. Braun, Blau, Grün, Gelb, Rot waren alles Farben, mit denen man in bestimmten Tönen recht günstig färben konnte. Um Braun zu erhalten konnte man z.B. mit Hilfe von Nussschalen färben.

Im Allgemeinen hat sich die Kleidung während des Mittelalters größtenteils kaum verändert. Die unten genannte Kleidung kann man für einfache Leute durch weite Teile des Mittelalters als gleich betrachten.

Kleidung des Mannes

Als Schuhwerk gab es solche, die aus Leder gemacht wurden und auch genagelte Sohlen haben konnten. Daneben gab es auch Holzschuhe und Trippen. Wenn man keine Socken getragen hatte, gab es auch Beinlinge, die einen angesetzten Fuß hatten. Beinlinge wurden an der Bruche befestigt. Über den Beinlingen wurden teilweise auch noch so etwas wie Wadenwickel getragen.

In manchen Epochen des Mittelalters war es auch Mode, Hosen zu tragen. Als Oberbekleidung wurde oft eine Untertunika und dazu eine Übertunika getragen. An einem Ledergürtel konnte man seinen Beutel befestigen, denn Hosentaschen gab es noch nicht. Darüber trug man noch einen Mantel, je nach Mode Rechteck, Halbkreis, oder Dreiviertelmantel. Ein weiteres beliebtes Kleidungsstück war die Gugel. Auf dem Kopf trug man die Bundhaube und dazu meist noch eine weitere Kopfbedeckung.

Kleidung der Frau

Frauen trugen ähnliches Schuhwerk und Socken wie Männer. Zusätzlich zu der Bruche, trug die Frau auch als eine Art BH ein Tuch das sie um die Brust wickelte. Darüber kam ein Unterkleid wozu noch ein Überkleid getragen wurde. Auch sie verwendete einen Ledergürtel, eine Gugel und einen Mantel. Dazu kamen noch Kopfbedeckungen.

Die gesamte Mittelalterliche Kleidung ist sehr abhängig davon, zu welchem Stand man gehörte und welche Mode gerade vorherrschte. Die obigen Beschreibungen sollen nur einen kleinen abriss dessen geben, was getragen wurde.

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